Kostenlose Laptops für Schüler / HeyAlter.com

Das OpenLab macht bei der Initiative “Hey Alter” mit:

Abgeschrieben, aussortiert und weggestellt. Funktionieren aber noch: Laptops, Computer oder Tablets. Genau die werden dringend gebraucht – von Schülerinnen und Schüler, die keinen eigenen Rechner haben. Gemeinsam mit Partnern, Unterstützern und Spendern sorgen wir dafür, dass sie einen bekommen. Damit am Ende alle einen haben.

Mehr Infos findet ihr dazu auf unserer Projekt-Seite:

3D-Drucker Workshop am 29. und 30. August

Das OpenLab veranstaltet auch während der Corona-Einschränkungen einen 3D-Drucker Workshop. Es sind 10 Bauplätze mit ausreichendem Abstand vorhanden. Schrauber aus dem gleichen Haushalt können natürlich auch gemeinsam an einem Drucker arbeiten. Wir haben Desinfizierungsmittel im Raum und natürlich werden von Euch Kontaktdaten erfasst, falls ein Ereigniss die Kontaktierung nötig macht. Die Anmeldung zum Workshop und weitere Details zum Drucker findet ihr hier.

Wir starten am Samstag, den 29. August. Die genaue Uhrzeit wird noch festgelegt, so dass niemand an diesem Wochenende sehr früh aufstehen muss. Nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde beginnt der Workshop mit meinem Vortrag, der die Teilnehmer in die Reprap-Philosophie einführt. Ich zeige euch, woraus ein 3D-Drucker besteht, wie eine Idee zum gedruckten Objekt wird und wie es “früher” war, als die ersten Repraps entstanden.

Anschließend geht’s ans zusammenschrauben. Euer Drucker wird in Einzelteilen geliefert. Den Bausatz setzt Ihr Schritt für Schritt zusammen. Die erfahrenen Betreuer stehen dabei helfend zur Seite. So nach und nach entsteht aus den Druckteilen, Stangen, Schrauben und Muttern Baugruppen. Rahmen, X- Y- und Z-Achse werden zusammengefügt. Der Extruder kommt an seinen Platz. Nach jedem Abschnitt gibt es ein paar der beigelegten Haribos zur Belohnung.

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In der Endphase am Sonntag geht es darum, die Kabel zu bändigen, schön zu verlegen und anzuschließen. Es sind keine Lötarbeiten vorzunehmen. Alle Kabel sind bereits mit den richtigen Steckern versehen und haben auch die richtige Länge. Das Netzteil ist bereits fertig verkabelt, so dass man nicht mit Netzspannung führenden Teilen zu tun bekommt.

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Gegen Mittag bestellen wir beim Italiener Essen. Getränke haben wir vor Ort im Automaten – bitte Kleingeld mitnehmen. Besondere Gelüste können wir aber nicht erfüllen – bitte selber organisieren.

Am Sonntag startet der Workshop mit einer Schulung zur Bedienung der Druckersoftware. Jedes Objekt muß vor dem Drucken in Schichten zerlegt werden. Die beiliegende Slicer-Software erledigt diesen Schritt. Wie man sie bedient und was sie alles kann, wird auch gezeigt.

Gegen Sonntag Mittag werden die ersten Drucker betriebsbereit sein. Der Selbsttest zeigt Euch, ob ihr gewissenhaft gearbeitet habt. Anschließend folgt die Kalibration der ersten Schicht. Dabei wird erstmals Material extrudiert. Ein spannender Augenblick! Passt die erste Schicht, kann das erste Objekt gedruckt werden. Ihr seht, wie es Schicht für Schicht “aus dem Nichts” entsteht.

Den Rest des Tages verbringen wir mit Optimierungen, Fachsimpeln oder schlicht mit Grinsen. ;-)

Shutdown incomplete, some devices are still running

Nicht alle Teile des OpenLab Augsburg sind aufgrund der aktuellen Lage heruntergefahren. Jedenfalls nicht gänzlich. Die 3D-Drucker Gruppe ist trotz Home-Office, im Corona Einsatz. Und das kam so:

Dr. med Henryk Pich vom Uniklinikum Augsburg

Am 18. März hat Josef Průša einen Blogpost veröffentlicht. Da beschreibt er die allgemeine Mangelsituation bei medizinischen Gerät und wie die 3D-Druck Community versucht zu helfen.

Das Drucken von Ventilen für Beatmungsmaschinen wird da genannt. Aber auch Einfacheres wie Gesichtsmasken. Da sind auch kritische Überlegungen dabei. Gedruckte Teile sollten keinesfalls das Risiko des Benutzers erhöhen. Wer kann das schon von seinem Beatmungsventil behaupten ohne ausführliche Tests durchzuführen? Das Gleiche gilt für Gesichtsmasken – keine der verfügbaren Vorlagen sind geprüft und getestet. Durch die rauhe Struktur beim FDM-Druck ist die Oberfläche für Viren viel größer als z.B. beim Spritzguss. Wie man PLA oder PETG richtig desinfiziert, hat auch noch keiner ausprobiert. Aus dieser Problematik heraus wurde ein einfacheres Konzept eines Gesichtsschutzes gewählt. Er besteht aus einem Kopfteil und einem am unteren Ende zu befestigenden Teil, welches eine Klarsichtfolie festhält und in Form bringt. Průša hat aber auch die bestehende Vorlage verbessert und veröffentlicht. Seine Firma druckt nun mittels der dortigen 3D-Druckerfarm auf hunderten Druckern die Version RC2. Er hat der tschechischen Gesundheitsbehörde 10.000 dieser Masken versprochen.

Am 19. März gab es in unserer 3D-Drucker Malingliste einen Aufruf eines Mediziners der aktuellen Bedarf von genau so einem Gesichtsschutz hat. Der daraus folgende Thread an Mails führte binnen weniger Stunden zu zum Drucken bereitstehender Menschen. Auch die Folie wurde schnell gefunden und kann passend gelasert werden. Ich habe aktuell nicht den vollen Überblick, aber wir sind inzwischen kanpp 3-stellig mit den Drucken.

Gestern sind die ersten Prototypen anderen Medizinern vorgestellt worden. Henryk berichtet: “Wir haben entschieden, dass wir die RC2-Masken tatsächlich einsetzen wollen. Insofern seid Ihr gern aufgefordert, mitzudrucken. PETG ist wahrscheinlich die ideale Lösung. PLA geht aus meiner Sicht auch. Es zerfließt ja nicht, wenn man es mit Alkohol abwischt. Farbe ist völlig egal. Ohne Witz: Mich hat schon eine Kollegin gefragt, ob es die auch in rosa gibt.”

Ich kann mich nicht erinnern jemals bei einer Filament Sammelbestellung Material in Rosa geordert zu haben. Adrian hat aber Lila für die Damen. Ob das zum grünen Kittel gut passt …? Wir werden sehen.

14. 3D-Drucker-Workshop

Bei bisher 13 Workshops wurden über 50 Drucker gebaut. Sogar ein Filmteam vom bayerischen Rundfunk hat uns besucht – leider ist der Bericht nicht mehr auf Youtube abrufbar. Der nächste Workshop startet im Ende März 2020. Er wird wieder 2 Tage dauern. Die Kosten für den Workshop belaufen sich auf

  • € 700,- für Mitglieder des OpenLab Augsburg e.V.

und

  • € 780,- für externe Teilnehmer.

Seid euch bitte darüber im Klaren, dass wir euch keinen fertigen Drucker anbieten. Wir übernehmen die Beschaffung und Logistik, stellen euch einen Arbeitsplatz und Werkzeug zur Verfügung und unterstützen euch beim Aufbau – aber bauen müsst ihr selbst! Ihr braucht zwar keine speziellen Vorkenntnisse, aber etwas handwerkliches Geschick hilft.

Was bekomme ich für mein Geld?

  • Wir bestellen für euch einen original Prusa i3 MK3S Bausatz direkt bei Prusa in Prag. Dazu bekommt ihr eine Rolle PLA-Filament und fachliche Unterstützung beim Aufbau. Außerdem stellen wir euch alle benötigten Werkzeuge und ausreichend Arbeitsplatz in den Räumen des OpenLab Augsburg zur Verfügung.
  • Wir geben euch eine Einweisung in euren neuen Drucker und bringen euch bei, wie ihr selbst qualitativ hochwertige Druckteile herstellen könnt. Ihr lernt auch wie ihr selbst Reparaturen und Einstellungen an einem 3D-Drucker vornehmen könnt. Auch bei der Installation und Bedienung der 3D-Druck-Software sind wir euch behilflich.
  • Nach dem Kurs könnt ihr uns jeden Dienstag im Lab besuchen um mit uns zusammen Erfahrungen auszutauschen oder bei Problemen Hilfe zu bekommen.

weitere Infos und die Anmeldung findet ihr unter https://wiki.openlab-augsburg.de/3DDruckerkurs Haut rein!

Strike! Wieder eine Erstplatzierung!

Jeden Dienstag treffen sich im OpenLab die Palstikschmelzer und UV Belichter. Immer wieder mal besuchen uns auch ganz unterschiedliche Gäste, weil sie sich für die Technik interessieren, oder weil sie aktuell ein Problem haben was mittels 3D-Druck gelöst werden kann.

Mal handelt es sich dabei um einen Einsatz für eine Kühlschranktür, oder die Entwicklung eines faltbaren Trinkbechers. Ganz oft sind es Gehäuse für Elektroniken zu einem studentischen Projekt. Die 3D-Drucker Kurse, die wir regelmäßig anbieten (nächster Kurs: 28. + 29. März), animieren aber auch mal zu gigantischen Vorhaben. Z.B. entsteht auf zwei 3D Druckern westlich von Augsburg gerade ein R2-D2 in Originalgröße. Christian hat neulich die Kuppel des Droiden im Lab gezeigt. Wahrlich ein Mordstrumm.

Und dann wäre da noch eine Familie aus Friedberg zu erwähnen. Ende 2018 kamen Opa, Tochter und Enkelin ins Lab um ein Problem zu besprechen. Ein Projekt für Schüler Experimentieren benötigte einen Filtereinsatz für das Abflussrohr eines Waschbeckens. Der war schnell konstruiert und gedruckt. Zoë hatte damit auch ziemlichen Erfolg im Wettbewerb.

Vor ein paar Wochen kam ein weiterer Kontakt zu Stande. Dieses Mal war ein Filtereinsatz für eine Waschmaschine der Grund. Die ältere Schwester Leonie untersucht damit die Mikroplastik-Rückstände aus dem Waschwasser der Maschine. Der Prototyp war auch schon in der Sendung “Das Ding des Jahres” zu sehen. Diesen galt es nun für die nächste Veranstaltung ein wenig aufzuhübschen.

Die Konstruktion wurde uns zum Ausdrucken überlassen.

Wegen des begrenzten Bauraums an unseren Druckern musste es in kleinere Teile zerlegt werden. Zunächst wurden die kritischen Teile (Schlauchanschlüsse, Schraubdeckel) gedruckt, um die mechanische Eignung festzustellen. Die Teile müssen wasserdicht sein, den zu erwartenden Wasserdruck standhalten und das Gewicht von knapp 10 Liter Wasser aushalten.

Eine weitere Schwierigkeit war auch noch, die Teilobjekte im Slicer so zu platzieren, dass sie mit möglichst wenig Stützmaterial gedruckt werden konnten. Der Prusaslicer hat speziell dafür “Support enforcer” die genau da wo man sie braucht, Stützstrukturen generiert.

Letzten Dienstag war es dann soweit. Alle Teile waren gedruckt und bis auf ein Teil auch brauchbar. Dieses wurde vor Ort gedruckt und war gegen 3 Uhr früh auch fertig. Die Einzelteile mussten ein wenig nachbearbeitet werden und wurden anschließend miteinander verklebt.

Gestern erreichte uns dann auch noch eine Nachricht von Leonies Mutter:

Liebe 3-D Drucker vom Open Lab, Ihr wart einfach alle super und habt Leonie ganz toll geholfen!

Schon cool wie Ihr Euch organisiert.

Der Filter ist fertig geworden mit nachschleifen und Kleben hat es alles geklappt.

Leonie war jetzt 2 Tage mit ihm auf dem Wettbewerb und hat tatsächlich
wieder den 1. Platz in Technik gemacht.

Uns hat es auch Spaß gemacht! Gerne wieder! Nur am Zeitmanagement sollten wir noch arbeiten. So große Teile benötigen doch mehrere Stunden zum Drucken. Wenn dann auch noch was schief läuft …

… dann brechen Zeitpläne schon mal aus dem Rahmen …

Herzlichen Glückwunsch!

Fair-Teiler eröffnet am OpenLab e.V.

Juhu! Der neue Fair-Teiler – NOCH ist er leer.

Alle im Antonsviertel aufgepasst: Ab heute habt ihr einen Fair-Teiler von foodsharing am Start. Gerettete und übergebliebene Lebensmittel werden in Zukunft in der roten Kommode auf der Veranda des OpenLabs einen Platz finden und jedem zur Abholung und weiteren Verwendung zur Verfügung stehen.

Der Fair-Teiler ist 24/7 zugänglich und wird selbstverständlich regelmäßig auf seine Hygiene überprüft. Die Bemühungen gehen außerdem dahin, auch einen Kühlschrank zu organisieren.

Allen, die das erste Mal von foodsharing hören, sei das an dieser Stelle kurz erklärt: Bei foodsharing handelt es sich um einen, fast ausschließlich ehrenamtlich getragenen Verein, der sich für die Rettung von aussortierten Lebensmitteln und Verteilung dieser ohne Gegenleistung engagiert. Außerdem betreiben die Foodsaver Aufklärung über Lebensmittelverschwndung und ökologischen Lebensstil. Auch wenn man privat etwas über hat, kann es zu den Fair-Teilern gebracht und dort abgeholt werden. Kommt also mal vorbei!

In Anbetracht der Tatsache, dass sich das OpenLab auch für Nachhaltigkeitsthemen und gegen die Wegwerf-Mentalität einsetzt, ist ein Fair-Teiler vor Ort also eine naheliegende Sache: auch weil mindestens einmal die Woche, am Mittwoch, für alle in Curtisannes Cantine gekocht wird.

Wenn ihr mehr erfahren möchtet oder nach Inspirationen für Rezepte zur Verwertung von den geretteten Lebensmittel sucht, schaut mal auf der Wiki-Seite oder schreibt eine E-Mail an curtisanne!

NerdNight #4

Am 22. November versammelte sich ein Teil der Augsburger Nerdgemeinde einmal mehr in den Räumen des OpenLabs. In gemütlicher Atmosphäre kamen rund 40 Leute zusammen, um einigen Vorträgen zu lauschen, sich auszutauschen und in guter Manier Pizza zu essen und Tschunk zu trinken!

Dieses Mal haben sich zurzeit aktive Gruppierungen des Vereins vorgestellt; Die 3D-Drucker klärten u.a über RepRap Drucker und den nächsten Druckerbaukurs auf, die Zukunft der E-Ecke wurde mit Potential gefüllt und räumliche Veränderungen angekündigt. Retro-Gaming-Ecke, Bibliothek und Atelierbereich, ein Chemie- und Fotolabor und ein neuer Rechner stehen für die nächsten Monate auf der Agenda. Da kriegt man doch Lust auf’s Mitmachen!

Außerdem besuchen seit geraumer Zeit auch kleinere Besucher, sozusagen der Nerd-Nachwuchs, das Lab zum forschen, basteln und programmieren lernen. Bei der Vorstellung dieser Workshops konnten alle Anwesenden die schönen und lustigen Momente mit den Kindern in Form von Videos und Bildern nachvollziehen.

Von Seiten der Hochschule klärte ein externer Gast über HSA-digit und eine Platform für die Suche von Mitgründern vor: HSA_digit Connect! Wer also in Zukunft Ideen für digitale Start-ups hat oder seine Fähigkeiten bei einem jungen Unternehmen zur Geltung bringen und / oder erweitern möchte, sei eingeladen sich bei den Initiatoren der Platform zu melden! Ebenfalls vom Campus in das Lab kam Besuch von Searchwing, einem Projekt dessen Ziel es ist eine Drohne mit Kamera zu entwickeln, die bei der Suche und dem Finden von Flüchtlingsbooten helfen kann.

Last but not least wurde die Notwendigkeit von Over-Engineering propagiert; schließlich braucht ein eigener Pool auf alle Fälle einen Arschbombendetektor! Und wenn es dieses Internet of Things schon gibt, warum sollte man dann nicht auch sein eigenes Schwimmbecken damit ausstatten?!

Auf alle Fälle wurde viel geredet, gelacht, getrunken und gefeiert. Schön war’s!
Ich hoffe sehr, dass die nächste Zusammenkunft bald stattfindet. Bis dahin – macht was!

12. 3D Druckerkurs

Am 14.12. und 15.12. findet der nächste 3D Druckerkurs statt. Wir bauen an bis zu 6 Bauplätzen den original Prusa MK3S auf. Wir bieten Euch ausreichend Platz um auch in einer Gruppe / Team / Familie zu bauen. Wir stellen Euch Werkzeug und Betreuer zur Verfügung. Es gibt einen Vortrag zur Einführung in die Welt der RepRap 3D Drucker sowie eine Einführung in die Software.

Die Betreuer haben bislang über 40 Prusa Drucker in ihrem Werden begleitet. In gemütlicher Atmosphäre kann jeder in der ihm angenehmen Geschwindigkeit bauen. Das Lab hat bis spät Abends geöffnet – damit kommt keine Hektik auf. Bisher sind alle Drucker am Sonntag fertig geworden.

Getränke und Verpflegung wird organisiert. Wir haben auch eine Küche, in der man sich etwas zubereiten kann.

Die Anmeldung und weitere Details findet Ihr hier.

Ein Kühlschrank möchte wieder Flaschen in der Tür haben …

… aber der originale Flaschenhalter ist gebrochen und der Hersteller liefert leider keinen Ersatz mehr dafür.

Nach einer eher erfolglosen Internet-Suche zum Thema 3D-Druck für mein Kühlschrank-Ersatzteil war das OpenLab meine letzte Hoffnung, das Projekt umsetzen zu können.

(Christian W.)

So kam es, daß Christian im Oktober zu einem 3D-Drucker Abend ins Lab kam und das defekte Teil zur Begutachtung herumreichte.

Die offene Atmosphäre und Euer sofortiges Interesse mit vielen guten Ideen für die Umsetzung haben mich begeistert. Ihr habt nicht über die vielen Probleme oder Unwägbarkeiten geredet, sondern mir einen realistischen Weg gezeigt, wie ich selbst das Kühlschrankbauteil in OpenSCAD konstruieren und im OpenLab drucken kann. Kurz gesagt, ihr habt mir den notwendigen Anschub gegeben, um loslegen zu können.

Tatsächlich war das defekte Teil nur Aufgrund seiner Größe problematisch, da wir nur bis ca. 200 mm in X, Y und Z-Richtung auf dem Prusa MK3S drucken können. Der im Lab stehende “German Reprap” Drucker ist (noch) nicht betriebsbereit. Damit war klar, daß die Konstruktion des Ersatzteils in Teilen erfolgen musste. Aufgrund der Symetrie bot sich eine Dreiteilung an mit in der Breite variablen Mittelteil. Eine geeignete Verbindung der drei Teile wäre später noch zu definieren. Schrauben oder Kleben wäre eine Variante, aber es kam letztlich zu einer viel eleganteren Lösung.

Nachdem ich mich selbst etwas im SCAD ausgetobt hatte, habt ihr mir beim nächsten Besuch im OpenLab zum ersten Entwurf noch wichtige Tipps gegeben, zum Beispiel den Einbau der Toleranz für die Steckverbindungen. Am Ende des Abends hatten wir einen ersten Mini-Prototypen gedruckt. Nie vorher hatte ich einen 3D-Drucker in Aktion gesehen und fühlte mich an einen Replikator aus Star Trek erinnert ;).

Mit dem ersten Prototyp sollten zwei Dinge überprüft werden:

  • passen die Steckverbindungen
  • folgt die Rückwand der Innenseite der Kühlschranktür

Die Steckverbindungen konnten wir durch aus Erfahrung gewonnenen Toleranzen schnell “passend” machen. Die Rückwand war da ein wenig schwieriger:

Nach 3 weiteren Iterationen und Probedrucken war der Kühlschrankeinsatz fertig – das scheinbar Unmögliche war Realität geworden. Vielen Dank für Eure Hilfe entlang des Weges!

Auch wir wollen uns bei Christian bedanken. Ich hätte nie erwartet, dass man sich binnen einer Woche so tief in OpenSCAD einarbeiten kann, so dass bereits (fremd-) Bibliotheken genutzt werden, Module für das Objekt und 2D Polygone mit 3D Primitiven gemischt im Script Verwendung finden. Diese Eigeninitiative macht es leicht zu helfen. Danke dafür!

Und so sieht das fertige Ersatzteil aus:

Christian hat das Objekt inzwischen bei Thingiverse, Youmagine und bei Prusa veröffentlicht, damit andere, die einen Siemens  KG36E05/02-V04 (oder baugleich) haben, ebenfalls das nicht mehr lieferbare Ersatzteil drucken können.