GRODEN ’19

Kommt mit campen!

Es ist wieder soweit: Vom 30. August bis 1. September findet unser diesjähriges Camp statt. Diesmal schlagen wir die Zelte auf dem Jugendzeltplatz Joshofen in der Nähe von Neuburg an der Donau auf, um gemeinsam ein spannendes und kreatives Wochenende zu verbringen.

Dafür wäre es schön, wenn die/der eine oder andere ein wenig zum Programm beisteuert, sei es in Form eines Talks, Workshops oder der generellen Orga! Keine falsche Scheu und reicht ein, was euch bewegt!

Alle weiteren Infos findet ihr auch auf der Webseite des Camps.

Oder wenn euch die Beschreibung jetzt schon zur Anmeldung motiviert hat, meldet euch doch gleich an!

Wir freuen uns auf euch!

Löt- und Programmierworkshop im Lab

Das OpenLab verastaltet am 13.07.2019 ab 15 Uhr einen Löt- und Programmierworkshop für alle Lötanfänger und AVR/Mikrocontroller-Interessierte.

Wir haben einen Bausatz nach dem Prinzip des Simon-Says Spiels entwickelt: 4 LEDs leuchten in zufälliger Reihenfolge auf, diese muss mit zugehörigen 4 Tastern reproduziert werden. Die Kette an zu merkenden LEDs wird immer um eins länger, bis man einen Fehler macht.
Inklusive Fail- und Level-Up-Sounds über einen Piezo!

Anschließend werden wir die Mikrocontroller-Software auseinander nehmen und nachvollziehen, wie das Spiel programmiert ist.
Wer will, kann dann auch gleich tiefer ins die AVR-Welt einsteigen, Bugs fixen oder eigene Versionen des Spiels programmieren :)

Kosten des Workshops: 5€ (Selbstkosten)
Lötequipment wird gestellt, zum Programmieren am besten ein eigenes Notebook mitbringen.
Wer einen eigenen Programmer haben will, bitte selbst bestellen: https://www.fischl.de/usbasp/

Bitte kurze Anmeldung (Mail ans Lab), damit wir planen können. Thanks & happy hacking :)

12. 3D Druckerkurs

Am 18.05. und 19.05. findet der nächste 3D Druckerkurs statt. Wir bauen an bis zu 6 Bauplätzen den original Prusa MK3S auf. Wir bieten Euch ausreichend Platz um auch in einer Gruppe / Team / Familie zu bauen. Wir stellen Euch Werkzeug und Betreuer zur Verfügung. Es gibt einen Vortrag zur Einführung in die Welt der RepRap 3D Drucker sowie eine Einführung in die Software.

Die Betreuer haben bislang über 40 Prusa Drucker in ihrem Werden begleitet. In gemütlicher Atmosphäre kann jeder in der ihm angenehmen Geschwindigkeit bauen. Das Lab hat bis spät Abends geöffnet – damit kommt keine Hektik auf. Bisher sind alle Drucker am Sonntag fertig geworden.

Getränke und Verpflegung wird organisiert. Wir haben auch eine Küche, in der man sich etwas zubereiten kann.

Die Anmeldung und weitere Details findet Ihr hier.

Gemeinsam Feinstaub messen

Am 13. März 2019 von 18-22 Uhr findet im OpenLab gemeinsam mit dem KIT Karlsruhe ein Workshop statt, in dem Luftqualitäts-Sensoren gebastelt werden können.

Eine vorherige Anmeldung ist notwendig!

Klassisch wird Feinstaub in Städten an wenigen genauen Mess-Stationen gravimetrisch bestimmt. Dazu wird die Luft über 24 Stunden durch einen Filter gesaugt, auf dem sich die Partikel sammeln. Nach einigen Tagen werden die Filter gesammelt, gewogen und der Feinstaub bestimmt. Zusätzlich kann Feinstaub “in Echtzeit”, z.B. mit optischen Methoden gemessen werden. Genaue Messgeräte sind auch hier groß und teuer und deshalb an wenigen Stellen zu finden.

Um Feinstaub flächendeckend erfassen zu können werden zunehmend auch sogenannte low-cost Sensoren eingesetzt. Mit einfachen Technologien können interessierte Bürger und Bürgerinnen selbst diese Feinstaub-Sensoren betreiben. Solche Citizen Science Ansätze wurden und werden z.B. in den Projekten luftdaten.info, HackAir oder senseBox verfolgt, in denen Bürger insgesamt tausende low-cost Sensoren in Städten verteilt haben. In Stuttgart ist so beispielsweise auf Initiative des dortigen OK Labs ein dichtes Messnetz enstanden.Ein Nachteil dieser low-cost Sensoren ist aber, dass sie unter bestimmten Bedingungen leider nicht sehr genau sind und dass ohne Referenzmessungen eine wissenschaftliche Validierung der Datenqualität nicht ohne weiteres möglich ist. Im Forschungsprojekt SmartAQnet wird daher der Ansatz verfolgt, low-cost-Sensoren mit verteilten Referenzgeräten zu kombinieren und durch die gewonnenen Daten wissenschaftliche Erkenntnisse zu neuen Messnetzwerken zu gewinnen. Dazu wird ein prototypisches Luftqualitätsnetzwerk am Modellstandort Augsburg aufgebaut und evaluiert.

Power (almost) everything!

Viele Projekte die wir im OpenLab machen brauchen eine mobile Stromversorgung. Deshalb wollen wir uns nun regelmäßig treffen und uns unsere Powerpacks selbst bauen. Dafür werden wir die 18650er Lithium Akkuzellen verwenden. Diese zeichnen sich durch eine hervorragende Energiedichte bei ihrer Größe aus und sind einfach zu beschaffen. Diese sind nämlich in vielen Geräten zu finden. Von der elektrischen Zahnbürste über E-Zigarette und Powerbank bis hin zu Elektrowerkzeug, E-Bikes und Elektroautos. Eine einfache Möglichkeit an diese Zellen zu kommen ist das Upcycling von Laptopakkus. Dazu haben wir hier einen Wiki Artikel verfasst.

https://wiki.openlab-augsburg.de/18650

Elf. Nummer 11. Der Elfte. 3D Druckerkurs. Im Lab. Im Februar.

Wir haben immer noch nicht genug 3D Drucker im Land. Mit dem letzten Kurs haben wir zwar die 50 geknackt! Das genügt uns aber nicht.

Der nächste Kurs startet am Samstag, den 23. Februar 2019. In gemütlicher Atmosphäre werden bis zu 6 original Prusa MK3 aufgebaut. Vor der Bauphase gibt’s einen Vortrag zur Einführung in die Welt der Reprap-3D Drucker. Die Bauphase selbst wird von erfahrenen Betreuern begleitet.

Vor dem Einschalten gibt’s noch eine Einweisung in die Software und nach dem Kalibrieren können die ersten Gegenstände gedruckt werden:

Wenn auch aus dir ein erfolgreicher Plastikschmelzer werden soll – super! Die Anmeldung zum Kurs und weitere Details findest du hier.

Es spielt keine Rolle, ob du ein Einzelkämpfer oder ein Teil eines Bau-Team bist. Wir haben genügend Platz für alle. Wir hatten schon mehrfach Vater Sohn/Tochter oder Lehrer/Schüler Teams am Start.

Du brauchst kein Vorwissen. Es muss nichts gelötet, gefeilt oder gebohrt werden. Etwas handwerkliches Geschick ist von Vorteil. Wer Englisch beherrscht tut sich leichter, die Bauanleitung ist aber auch (online) in Deutsch verfügbar. Wer mag, kann sie sich schon mal hier durchblättern.

Die Betreuer Adrian, Andy, Peter und Stefan freuen sich auf zahlreiche Teilnahme. Wir sehen uns im Lab!

24.000,- Euro

Seit April 2016 werden im OpenLab die originalen Prusa i3 Drucker gebaut. Wir kaufen die Bausätze bei Prusa in Prag und bauen sie während der Workshops an einem Wochenende zusammen. Der Gesamtumsatz ist inzwischen auf über 24.000,- Euro gestiegen. Dabei kamen 29 funktionsfähige Drucker aus dem Lab. Zusammen mit den nicht-Prusa-Druckern, die wir vor April 2016 gebaut haben, wären es fast 50 3D-Drucker! Weiterlesen →

Aufgrund populärer Nachfrage: Die F-Bomb

Die Original F-Bomb aus dem OpenLab Augsburg!

Wir wurden häufig gefragt wie man uns gerade unterstützen kann. Und weil wir das total toll finden wie viele Leute uns ihre Hilfe angeboten haben, wollen wir auch etwas zurück geben. Deshalb kannst du das OpenLab unterstützen indem du dir eine eigene F-Bomb holst!

Entweder über unser Bestellformular (Überweisung) oder über Paypal:

Eine F-Bomb für 23€:

2 F-Bombs für 42€:

PS: Natürlich gibts auf Thingiverse nun das gefragte Modell der F-Bomb zum selber drucken.
Videoanleitung dazu auf Youtube.

Und warum gibt’s die F-Bomb überhaupt? total1ty klärt auf.

Hausdurchsuchungen bei Vereinsvorständen der „Zwiebelfreunde“ und im „OpenLab“ Augsburg

Zu den Vorfällen die letzten Tage und zu den Gründen, wegen denen wir das OpenLab am Wochenende zugemacht haben, hier die Pressemitteilung des CCC e.V. zu den Geschehnissen in den letzten Tagen. Dies ist gleichzeitig unser Statement zu den Vorkommnissen, wie es auch schon auf Twitter versprochen wurde:

Edit: Über den Fall wurde und wird ausführlich in verschiedenen Medien berichtet. Eine Presseschau geführt wird bei den auch betroffenen Zwiebelfreunden im Blog.

— Das Original ist auf der Seite des CCC zu finden —

2018-07-04 08:12:30, 46halbe

Die Wohnungen von Aktiven im Vorstand des Vereins Zwiebelfreunde sind in mehreren deutschen Städten mit einer höchst fragwürdigen Begründung „als Zeugen“ durchsucht und Computer und Datenträger beschlagnahmt worden. Auch der Augsburger Ableger des CCC im dortigen OpenLab musste eine Durchsuchung über sich ergehen lassen.

Der Verein Zwiebelfreunde setzt sich seit sieben Jahren für technische Lösungen zur Anonymisierung ein und schult Menschen im Umgang mit Anonymisierungstechniken. Er betreibt unter TorServers.net Relays der Anonymisierungssoftware Tor und hilft Betreibern technisch und juristisch. Daneben unterstützt der Verein andere Organisationen beim Sammeln von Spenden. Ins Visier polizeilicher Maßnahmen gerieten die Vereinsvorstände nun nicht etwa als Verdächtige, sondern als Zeugen.

Der Hintergrund der Durchsuchungen und Beschlagnahmungen am 20. Juni mutet abenteuerlich an: Es gab eine anonyme Webseite im Internet, die zu Protesten gegen den AfD-Parteitag in Augsburg aufgerufen hatte. Die unbekannten Betreiber dieser Webseite verwendeten eine beim alternativen E-Mail-Provider Riseup registrierte Mail-Adresse. [1] Für Spenden an riseup.net wiederum existiert beim Verein Zwiebelfreunde eine Bankverbindung für ein Spendenkonto.

Riseup hat seinen Sitz in den Vereinigten Staaten und bietet im Grunde eine coole und kommerzfreie Alternative zu Gmail an. Wegen der sonst rar gewordenen strikten Datenschutz-Richtlinien wird er weltweit von einer Vielzahl von NGOs und Graswurzelbewegungen verwendet.

Das hat sich jedoch nicht bis nach Bayern zur Polizei herumgesprochen. Die Generalstaatsanwaltschaft München ging wohl irrig davon aus, dass jeder, der irgendwie auch nur entfernt mit Riseup in Verbindung steht, Angaben über jedes einzelne registrierte E-Mailkonto machen könne – auch zu den Betreibern einer mutmaßlich rechtswidrigen Internetseite. [2] Den ermittelnden Beamten vor Ort war offensichtlich bereits klar, wie schwach und haltlos konstruiert diese Verbindung ist. Das räumten sie gegenüber den Zeugen auch ein, zogen aber die Durchsuchungen und Beschlagnahmungen dennoch durch.

Mit der gleichen an den Haaren herbeigezogenen Begründung hätte jede Durchsuchung bei beliebigen Personen zu Hause stattfinden können, wenn die anonyme Seite von Menschen mit Gmail-Adressen betrieben worden wäre. Die für einen offenkundig unsinnigen Zusammenhang lediglich als Zeugen geführten Betroffenen mussten Eingriffe in ihre Privatsphären über sich und ihre Familien ergehen lassen, die in jeder Hinsicht unverhältnismäßig sind. Ohne den Versuch einer Befragung der Zeugen wurden unmittelbar die privaten Wohnungen der Vorstände des Vereins durchsucht.

Dabei wurde eine Vielzahl an informationstechnischen Geräten und zahlreiche Speichermedien beschlagnahmt. Betroffen von den Durchsuchungen und Beschlagnahmungen waren zudem vollkommen unbeteiligte Familienangehörige der Vereinsvorstände – die allesamt keiner Straftat beschuldigt waren. Von den Beschlagnahmungen betroffen sind außerdem unbeteiligte Firmen und sensible Daten unbeteiligter Projekte der Zwiebelfreunde, beispielsweise der Linux-Distribution Tails. Eine Herausgabe der beschlagnahmten Hardware wird bisher bei einigen Betroffenen verweigert.

„Der Fall zeigt plastisch, wie leicht komplett unbescholtene Bürger mitsamt ihrer Familien durch eine konstruierte Indizienkette zum Opfer schwerer Grundrechtseingriffe werden können. Auf der Basis einer so offensichtlich unhaltbaren Argumentation als Zeuge mit völlig überzogenen Maßnahmen behelligt zu werden, ist mehr als fragwürdig. Die Verschärfung der bayerischen Polizei-Gesetze in den letzten Jahren führt offenbar dazu, dass sich die Verantwortlichen an das Gebot der Verhältnismäßigkeit von Eingriffen nicht mehr gebunden fühlen“, sagte Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC).

Nochmal zum Mitmeißeln: Aus dem Vorhandensein einer E-Mailadresse bei einem großen freien Anbieter auf einer Webseite haben die Strafverfolger gefolgert, dass ein deutscher Verein in engem Zusammenhang mit den Aufrufen stehen müsse, der nichts weiter tut, als Spenden für diesen Anbieter abzuwickeln. Obwohl der Zwiebelfreunde-Verein offensichtlich mit dem Betrieb des Providers nichts zu tun hat, wurde er trotzdem en passant verdächtig. Dass die Durchsuchungen und Beschlagnahmungen angeordnet wurden, offenbart entweder hochgradige kriminalistische Inkompetenz oder bösen Willen bei den bayerischen Ermittlungsbehörden.

Wer die Zwiebelfreunde bei geplanten rechtlichen Schritten wegen der Herausgabe, einem Verwertungsverbot der beschlagnahmten Unterlagen und der Feststellung der Unverhältnismäßigkeit unterstützen möchte – und sich noch traut, auf entsprechende Konten zu spenden –, kann dies hier tun: https://www.zwiebelfreunde.de/.

Durchsuchung des OpenLab in Augsburg

Im Zuge der Durchsuchungen bei den Vereinsvorständen in Augsburg, Jena, Dresden und Berlin weitete die Polizei die Maßnahmen eigenmächtig auf Räume aus, die auch von Mitgliedern des Chaos Computer Clubs (CCC) genutzt werden: das Augsburger OpenLab. Hier trafen die Beamten auf die Lebensrealität von Hackern: Arbeitsmittel zum Platinenätzen, Reinigen und Haarefärben. Weil die Polizisten dann noch eine Zeichnung auf einem Whiteboard des Hackerspaces großzügig als Bombenbauanleitung interpretierten, beschuldigten sie zufällig anwesende Mitglieder des Hackerspaces, sie würden ein Sprengstoffattentat vorbereiten. Drei Personen nahm die Polizei fest und durchsuchte danach den Hackerspace ohne einen Durchsuchungsbeschluss und ohne jegliche Zeugen.

Sie beschlagnahmte Gegenstände aus dem OpenLab und öffnete mit Gewalt verschlossene Schränke, in denen sich auch Mitgliederdaten und Kontoauszüge befanden. Es ist davon auszugehen, dass Kopien gemacht wurden und in die Privatsphäre von Mitgliedern und Spendern beider Vereine eingegriffen wurde.

Sowohl die initiale Verdachtsgewinnung gegen die Vorstände der Zwiebelfreunde als auch die nachfolgende Verdächtigung in Richtung Sprengstoff sind entweder inkompetent oder böswillig. Der schwerwiegende Verdacht der „Vorbereitung eines Sprengstoffattentats“ bedroht den Betrieb jedes Labors und jedes Hackerspaces dramatisch – das familienfreundliche OpenLab ist so gut wie täglich für Besucher geöffnet. Wenn nun schon die schlichte Auseinandersetzung mit chemischen Grundkenntnissen als Verdachtsmoment gilt, so muss bald jeder Schüler sein Chemiebuch gut vor den Augen neugieriger Polizisten verstecken.

Wer mehr über die polizeiliche Rollkommando-Aktion erfahren möchte, kann am Freitag bei logbuch-netzpolitik.de reinhören. Einer der Betroffenen wird über die Vorkommnisse berichten. Der Podcast wird um 18 Uhr online sein.

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