24.000,- Euro

Seit April 2016 werden im OpenLab die originalen Prusa i3 Drucker gebaut. Wir kaufen die Bausätze bei Prusa in Prag und bauen sie während der Workshops an einem Wochenende zusammen. Der Gesamtumsatz ist inzwischen auf über 24.000,- Euro gestiegen. Dabei kamen 29 funktionsfähige Drucker aus dem Lab. Zusammen mit den nicht-Prusa-Druckern, die wir vor April 2016 gebaut haben, wären es fast 50 3D-Drucker! Weiterlesen →

Aufgrund populärer Nachfrage: Die F-Bomb

Die Original F-Bomb aus dem OpenLab Augsburg!

Wir wurden häufig gefragt wie man uns gerade unterstützen kann. Und weil wir das total toll finden wie viele Leute uns ihre Hilfe angeboten haben, wollen wir auch etwas zurück geben. Deshalb kannst du das OpenLab unterstützen indem du dir eine eigene F-Bomb holst!

Entweder über unser Bestellformular (Überweisung) oder über Paypal:

Eine F-Bomb für 23€:

2 F-Bombs für 42€:

PS: Natürlich gibts auf Thingiverse nun das gefragte Modell der F-Bomb zum selber drucken.
Videoanleitung dazu auf Youtube.

Und warum gibt’s die F-Bomb überhaupt? total1ty klärt auf.

Hausdurchsuchungen bei Vereinsvorständen der „Zwiebelfreunde“ und im „OpenLab“ Augsburg

Zu den Vorfällen die letzten Tage und zu den Gründen, wegen denen wir das OpenLab am Wochenende zugemacht haben, hier die Pressemitteilung des CCC e.V. zu den Geschehnissen in den letzten Tagen. Dies ist gleichzeitig unser Statement zu den Vorkommnissen, wie es auch schon auf Twitter versprochen wurde:

Edit: Über den Fall wurde und wird ausführlich in verschiedenen Medien berichtet. Eine Presseschau geführt wird bei den auch betroffenen Zwiebelfreunden im Blog.

— Das Original ist auf der Seite des CCC zu finden —

2018-07-04 08:12:30, 46halbe

Die Wohnungen von Aktiven im Vorstand des Vereins Zwiebelfreunde sind in mehreren deutschen Städten mit einer höchst fragwürdigen Begründung „als Zeugen“ durchsucht und Computer und Datenträger beschlagnahmt worden. Auch der Augsburger Ableger des CCC im dortigen OpenLab musste eine Durchsuchung über sich ergehen lassen.

Der Verein Zwiebelfreunde setzt sich seit sieben Jahren für technische Lösungen zur Anonymisierung ein und schult Menschen im Umgang mit Anonymisierungstechniken. Er betreibt unter TorServers.net Relays der Anonymisierungssoftware Tor und hilft Betreibern technisch und juristisch. Daneben unterstützt der Verein andere Organisationen beim Sammeln von Spenden. Ins Visier polizeilicher Maßnahmen gerieten die Vereinsvorstände nun nicht etwa als Verdächtige, sondern als Zeugen.

Der Hintergrund der Durchsuchungen und Beschlagnahmungen am 20. Juni mutet abenteuerlich an: Es gab eine anonyme Webseite im Internet, die zu Protesten gegen den AfD-Parteitag in Augsburg aufgerufen hatte. Die unbekannten Betreiber dieser Webseite verwendeten eine beim alternativen E-Mail-Provider Riseup registrierte Mail-Adresse. [1] Für Spenden an riseup.net wiederum existiert beim Verein Zwiebelfreunde eine Bankverbindung für ein Spendenkonto.

Riseup hat seinen Sitz in den Vereinigten Staaten und bietet im Grunde eine coole und kommerzfreie Alternative zu Gmail an. Wegen der sonst rar gewordenen strikten Datenschutz-Richtlinien wird er weltweit von einer Vielzahl von NGOs und Graswurzelbewegungen verwendet.

Das hat sich jedoch nicht bis nach Bayern zur Polizei herumgesprochen. Die Generalstaatsanwaltschaft München ging wohl irrig davon aus, dass jeder, der irgendwie auch nur entfernt mit Riseup in Verbindung steht, Angaben über jedes einzelne registrierte E-Mailkonto machen könne – auch zu den Betreibern einer mutmaßlich rechtswidrigen Internetseite. [2] Den ermittelnden Beamten vor Ort war offensichtlich bereits klar, wie schwach und haltlos konstruiert diese Verbindung ist. Das räumten sie gegenüber den Zeugen auch ein, zogen aber die Durchsuchungen und Beschlagnahmungen dennoch durch.

Mit der gleichen an den Haaren herbeigezogenen Begründung hätte jede Durchsuchung bei beliebigen Personen zu Hause stattfinden können, wenn die anonyme Seite von Menschen mit Gmail-Adressen betrieben worden wäre. Die für einen offenkundig unsinnigen Zusammenhang lediglich als Zeugen geführten Betroffenen mussten Eingriffe in ihre Privatsphären über sich und ihre Familien ergehen lassen, die in jeder Hinsicht unverhältnismäßig sind. Ohne den Versuch einer Befragung der Zeugen wurden unmittelbar die privaten Wohnungen der Vorstände des Vereins durchsucht.

Dabei wurde eine Vielzahl an informationstechnischen Geräten und zahlreiche Speichermedien beschlagnahmt. Betroffen von den Durchsuchungen und Beschlagnahmungen waren zudem vollkommen unbeteiligte Familienangehörige der Vereinsvorstände – die allesamt keiner Straftat beschuldigt waren. Von den Beschlagnahmungen betroffen sind außerdem unbeteiligte Firmen und sensible Daten unbeteiligter Projekte der Zwiebelfreunde, beispielsweise der Linux-Distribution Tails. Eine Herausgabe der beschlagnahmten Hardware wird bisher bei einigen Betroffenen verweigert.

„Der Fall zeigt plastisch, wie leicht komplett unbescholtene Bürger mitsamt ihrer Familien durch eine konstruierte Indizienkette zum Opfer schwerer Grundrechtseingriffe werden können. Auf der Basis einer so offensichtlich unhaltbaren Argumentation als Zeuge mit völlig überzogenen Maßnahmen behelligt zu werden, ist mehr als fragwürdig. Die Verschärfung der bayerischen Polizei-Gesetze in den letzten Jahren führt offenbar dazu, dass sich die Verantwortlichen an das Gebot der Verhältnismäßigkeit von Eingriffen nicht mehr gebunden fühlen“, sagte Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC).

Nochmal zum Mitmeißeln: Aus dem Vorhandensein einer E-Mailadresse bei einem großen freien Anbieter auf einer Webseite haben die Strafverfolger gefolgert, dass ein deutscher Verein in engem Zusammenhang mit den Aufrufen stehen müsse, der nichts weiter tut, als Spenden für diesen Anbieter abzuwickeln. Obwohl der Zwiebelfreunde-Verein offensichtlich mit dem Betrieb des Providers nichts zu tun hat, wurde er trotzdem en passant verdächtig. Dass die Durchsuchungen und Beschlagnahmungen angeordnet wurden, offenbart entweder hochgradige kriminalistische Inkompetenz oder bösen Willen bei den bayerischen Ermittlungsbehörden.

Wer die Zwiebelfreunde bei geplanten rechtlichen Schritten wegen der Herausgabe, einem Verwertungsverbot der beschlagnahmten Unterlagen und der Feststellung der Unverhältnismäßigkeit unterstützen möchte – und sich noch traut, auf entsprechende Konten zu spenden –, kann dies hier tun: https://www.zwiebelfreunde.de/.

Durchsuchung des OpenLab in Augsburg

Im Zuge der Durchsuchungen bei den Vereinsvorständen in Augsburg, Jena, Dresden und Berlin weitete die Polizei die Maßnahmen eigenmächtig auf Räume aus, die auch von Mitgliedern des Chaos Computer Clubs (CCC) genutzt werden: das Augsburger OpenLab. Hier trafen die Beamten auf die Lebensrealität von Hackern: Arbeitsmittel zum Platinenätzen, Reinigen und Haarefärben. Weil die Polizisten dann noch eine Zeichnung auf einem Whiteboard des Hackerspaces großzügig als Bombenbauanleitung interpretierten, beschuldigten sie zufällig anwesende Mitglieder des Hackerspaces, sie würden ein Sprengstoffattentat vorbereiten. Drei Personen nahm die Polizei fest und durchsuchte danach den Hackerspace ohne einen Durchsuchungsbeschluss und ohne jegliche Zeugen.

Sie beschlagnahmte Gegenstände aus dem OpenLab und öffnete mit Gewalt verschlossene Schränke, in denen sich auch Mitgliederdaten und Kontoauszüge befanden. Es ist davon auszugehen, dass Kopien gemacht wurden und in die Privatsphäre von Mitgliedern und Spendern beider Vereine eingegriffen wurde.

Sowohl die initiale Verdachtsgewinnung gegen die Vorstände der Zwiebelfreunde als auch die nachfolgende Verdächtigung in Richtung Sprengstoff sind entweder inkompetent oder böswillig. Der schwerwiegende Verdacht der „Vorbereitung eines Sprengstoffattentats“ bedroht den Betrieb jedes Labors und jedes Hackerspaces dramatisch – das familienfreundliche OpenLab ist so gut wie täglich für Besucher geöffnet. Wenn nun schon die schlichte Auseinandersetzung mit chemischen Grundkenntnissen als Verdachtsmoment gilt, so muss bald jeder Schüler sein Chemiebuch gut vor den Augen neugieriger Polizisten verstecken.

Wer mehr über die polizeiliche Rollkommando-Aktion erfahren möchte, kann am Freitag bei logbuch-netzpolitik.de reinhören. Einer der Betroffenen wird über die Vorkommnisse berichten. Der Podcast wird um 18 Uhr online sein.

Links:

Nächster 3D Drucker Kurs: 3. und 4. Februar 2018

Inzwischen sind über 40 3D Drucker an 7 Kursen im OpenLab Augsburg entstanden. Zwei davon verrichten im Lab brav ihren Dienst für die Mitglieder und bekommen jeden Dienstag während dem 3D Druckerabend Betreuung, falls nötig. Man hat aber nicht immer Zeit, um ins Lab zu kommen. Zu Hause zu drucken hat viele Vorteile. Aber fertige 3D Drucker sind teuer und einen selbst zu bauen birgt das Risiko, es nicht zu schaffen. Zwar helfen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auch Menschen, die an ihrem China-Bausatz für < 300€ verzweifeln – problemlos in die Materie einsteigen kann man aber besser beim Kurs.

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Chili Con Carne im OpenLab

Da wir noch weiße Kidneybohnen in der Küche des Openlab gefunden haben, wird es morgen (Samstag 18.11.17) Chili Con Carne geben. Kommt einfach abends vorbei und esst mit. Über eine kleine Spende für die Umkosten freuen wir uns natürlich. Wer noch ein paar Zutaten hat, kann die auch gerne mitbringen.

Für die Freunde des scharfen Chilis stellen wir extra scharfes Chilipulver bereit.

Also bis Samstag, 18.11.17, Kochen startet um 18:00.

Durchbruch in der Kompression

Kompression war bisher ein unterschätzes Feld im OpenLab. Bis jetzt!

Passend zum MOGA (Make OpenLab Great Again) wurden neue Möbelkompressionsalgorithmen entwickelt, um noch mehr Platz zu schaffen. Hier ein Beispiel:

  1. Ist es länger als breit und tief: hochkant stellen
  2. Gibt es mehere Objekte gleichen Types: Ineinander stellen wenn möglich
  3. Ist es Kunst oder kann es weg: Weg oder auf die Austellung im Sperrmüll

Beispiel, zwei Tische und das “mehrlagige Ablagesystem auf Rollen”. Wer hätte das gedacht.

Bis zum nächsten Mal mit humorvollem Inhalt,

Euer OpenLab

Luftdatensensoren

Über die Feinstaubbelastung der Atmosphäre wird in den Medien immer wieder berichtet, und spätestens seit einige Städte Fahrverbote gegen manche Autos verhängen, ist das Thema in aller Munde. Doch wie stark ist die Belastung eigentlich bei mir zu Hause, in meiner Straße?

Abgesehen von den offiziellen Messwerten der Behörden, die typischerweise einen Messwert pro Stadt zur Verfügung zu stellen, sind dazu kaum Daten zu finden. Da hilft nur eines: selber messen.

Also trafen sich Anfang Oktober ca. 15 Mitglieder und Interessierte des OpenLabs und bauten eigene Feinstaubsensoren.

Das OK Lab Stuttgart, HackerSpace in selbiger Stadt, hat hierzu einen Bausatz entwickelt, der ohne größere Vorkenntnisse von jedermann aufgebaut werden kann. Die mit diesem Sensorbausatz gemessenen Daten sind nicht nur lokal abrufbar, sie werden auch an eine zentrale Karte gemeldet, sodass die Werte öffentlich und unabhängig von den Umweltbehörden auch für alle anderen Menschen frei zur Verfügung stehen.

Hauptbestandteil des Sensors ist ein Modul, das in Klimaanlagen verwendet wird und die Feinstaubbelastung in der Luft misst. Daneben gibt es noch ein weiteres Modul, das für Temperatur und Luftdruck zuständig ist. Alle Messdaten laufen in einem NodeMCU-Mikrocontroller zusammen, der die Daten bündelt und per WLAN im Netzwerk verfügbar macht.

Da sämtliche Komponenten lediglich mit Jumper-Kabeln zusammengesteckt werden müssen, ist nicht einmal Löterfahrung erforderlich, und alle Bausätze waren in weniger als einer Stunde fertig aufgebaut.

Inzwischen sind die meisten Sensoren auch fest installiert und die Messwerte unter www.luftdaten.info in der Karte abrufbar.

Augsburg ist damit kein weißer Fleck mehr, sondern seit unserem Workshop nun auch Teil des offenen Luftdaten-Projekts.

Wer Interesse an einem eigenen Sensor hat, kann sich gerne bei uns melden. Falls genügend Leute zusammenkommen, kann der Workshop auch gerne wiederholt werden.