Bau’ Dir einen 3D Drucker – 5. Workshop im Oktober

Der Sommer liegt in den letzten Zügen und so juckt es einigen bereits wieder in den Fingern, Euch zu zeigen, wie ein 3D Drucker funktioniert und wie man selbst einen zusammenbaut. Das Wichtigste vorab:

  • Die Anmeldung findet ihr hier.
  • Am Samstag 08.10.2016 geht’s um 09:00 Uhr los. Am Sonntag 09.10.2016 machen wir bis zum Abend weiter.
  • OpenLab-Mitglieder bezahlen € 670,- / Externe Teilnehmer bezahlen € 750,-
  • Wir bauen einen Original Prusa i3 MK2 Drucker (Listenpreis €739,- plus €22,34 Versand – also €761,34
  • Neben dem Bausatz, ausreichend Platz zum Arbeiten und Werkzeug bekommt Ihr einen Vortrag zur Einführung in die RepRap-Welt sowie eine Einweisung in die Software zur Bedienung der Drucker
  • Fachkundige Betreuer stehen Euch während der beiden Tage unterstützend zur Verfügung

Im April dieses Jahres haben wir 6 Prusa i3 MK1 gebaut. Josef Průša hat dieses Modell verbessert und Mitte Mai die Verbesserungen detailliert vorgestellt. Drei der letzten Teilnehmer haben sich auch das Upgrade Kit geholt und sind sehr zufrieden damit.

Ich möchte Euch nachfolgend die wesentlichen Details des MK2 vorstellen. Vielen Dank auch an dieser Stelle für die freundliche Erlaubnis, Bilder von Prusaprinters.org verwenden zu dürfen. Generell muss ich feststellen, dass die Qualität der Bauteile sehr gut ist. Daher kommt auch der höhere Preis. Die Workshops 1 bis 3 verwendeten einige Bauteile in deutlich schlechterer Ausführung. Kugellager verloren Kugeln, Lötstellen leiteten nicht, ein Heizbett hatte sogar einen Kurzschluss. Die guten Erfahrungen beim Workshop 4 zeigten uns, dass wir viel mehr Wissen vermitteln können, wenn die Bauteile nicht als Spaßbremse fungieren.

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Neues Heizbett MK42! Konstruktionsbedingt sind die Ecken herkömmlicher Heizbetten kälter als das Zentrum. Ein Unterschied von bis zu 15°C ist möglich. Das MK42 verwendet drei Bereiche und heizt die Ecken ein wenig wärmer als das Zentrum. heatbeds-1024x468Stressfreie PEI Druckoberfläche! Glas als Druckoberfläche hat ausgedient! Glas ist leider ein guter Isolator, der manchmal das Heizbett daran hindert, seinen Job zu tun. Lediglich weil Glas sehr flach ist, wird es immer noch verwendet. Allerdings muss man es auch vorher behandeln, damit die Druckobjekte daran haften bleiben. Am Ende diverser Experimente hat Prusa sich für eine PEI-Beschichtung entschieden.

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Man benötigt nun auch keine Clips mehr zum Festklemmen der Glasplatte. Das Einstreichen mit Leim/Wasser oder ABS/Aceton ist ebenfalls nicht mehr nötig. Das neue Druckbett ist nun 31% größer! Obwohl der Rahmen gleich groß geblieben ist, kann man nun Objekte bis zu einer Größe von 250x210x200mm drucken.

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Z-Achse mit fest montierter Spindel! Trapezgewindespindeln werden immer beliebter bei 3D Druckern, aber viele Modelle leiden an ungeeigneten Achskupplungen. Deswegen gibt es beim MK2 Z-Motoren mit fest montierter Spindel.

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Automatische Bettkalibrierung! Das Bett enthält 9 Kalibrierpunkte. Die Messwerte dienen dazu, die jeweilige Z-Höhe an jedem Punkt zu korrigieren. Schieflagen und Unebenheiten werden damit ausgeglichen.

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Verbesserte Konstruktion! Zusätzliche Verbindungen zwischen Y-Achse und Rahmen erhöhen die Stabilität des Druckers.

Schneller drucken und mehr Materialvielfalt! Der MK1 hatte noch ein E3D V6Lite Hotend. Beim MK2 ist ein E2D V6 Vollmetall Hotend dabei. Das ermöglicht Drucktemperaturen bis zu 300°C.

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Verbesserte Firmware und Selbsttest! Die verbesserte Marlin-Firmware führt dich nach dem Zusammenbau am LCD durch alle Baugruppen und hilft, Fehler zu korrigieren. Die Firmware führt auch Buch über den Filamentverbrauch und Druckzeiten. Jeweils getrennt für den aktuellen Druck und seit Inbetriebnahme.

selftest

1 Kommentar

  1. Ich war zwar nicht da, aber wie lief der Workshop denn? War die Beteiligung groß? Ich habe zwar schon selber einen 3D-Drucker und benötige aus diesem Grunde den Workshop nicht wirklich, interessiere mich aber dafür wie so etwas angenommen wird.

    Zum 3D-Drucker noch. Du schreibst das Verarbeitungstemperaturen von bis zu 300°C möglich sind durch das E3D. Wie ich mit die Heizzone anschaue, wird sich da vermutlich prima die Hitze stauen und das Material erweichen. Ich empfehle Dir aus Gießsilikon (hochtemperaturbeständiges) eine Hülle zu gießen und über den Heizblock zu stülpen. Das hält schon eine Menge Strahlungswärme ab und sieht obendrein noch professioneller aus. ;)