Winterzeit ist 3D-Druckerzeit

Das OpenLab Augsburg veranstaltet Ende April den 4. 3D Drucker Workshop mit bis zu 5 Teilnehmern. Der Bedarf an 3D Druckern in der Region ist nach wie vor vorhanden. Immer wieder fragen Besucher während der gut besuchten 3D Druckerabende (jeden Dienstag ab 19:00 Uhr) nach dem nächsten Kurs. Nun ist es wieder soweit!

Es macht weder Spaß, noch bekommt man bei Problemen schnell die richtigen Antworten, wenn man einen 3D Drucker alleine und zu Hause zusammenbaut. Gleichgesinnte motivieren sich gegenseitig, leihen sich helfende Hände und sorgen für einen gelungenen Einstieg ins neue Hobby.

Die Workshop-Teilnehmer bekommen wie bei den früheren Veranstaltungen auch, je einen Druckerbausatz und eine Spule Filament. Das zum Bau benötigte Werkzeug und ausreichend Platz zum Zusammenbauen stellt das Lab zur Verfügung. Es sind immer mindestens 2 erfahrene Betreuer anwesend, die helfend zur Seite stehen.

20160303_180947An Vorkenntnissen wäre einfaches Heim­werker­wissen vorteilhaft. Da es viele Schrauben und Muttern zu befestigen gilt, ist ein geübter Umgang mit Schraubenschlüsseln hilfreich. Es sind keine Lötarbeiten nötig. Aus versicherungstechnischen Gründen dürfen sich leider nur volljährige Personen anmelden.

Tipp: Beim letzten Workshop gab es neben einem Vater/Sohn Team welches beeindruckend zusammengearbeitet hat, auch ein Team aus Lehrer und drei Schülern. Wir sind gespannt, welche Teams es dieses Mal gibt.

Die verwendete Software verlangt ebenfalls keine Vorkenntnisse. Die Teilnehmer sollten jedoch schon einmal einen Gerätetreiber installiert haben und sich am eigenem Notebook einigermaßen auskennen. Neben Windows und Linux läuft die Software auch mit MacOS zusammen. Wer kein Notebook hat, kann sich eines vom Lab leihen.

Der Workshop beginnt am Samstag, 30.04.2016 gegen 09:00 Uhr Früh. Stefan wird einen Vortrag zu Reprap 3D Druckern halten. Der bringt die Teilnehmer ein wenig näher an die Materie, die Bauteile, die Software und Geschichte, bevor es ans Zusammenschrauben geht. Gegen Mittag werden wir Verpflegung bestellen und wer möchte, kann das auch am Abend noch einmal tun. Es gibt keine feste Zeit für das Ende.

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Am Sonntag Morgen bringt ein Theorie-Block die Teilnehmer der verwendeten Bedienungssoftware näher. So gegen Mittag dürften die Drucker dann bereits ein erstes Testobjekt drucken.

Den Rest des Sonntags verbringen wir mit Optimierungen und fachsimpeln. Sollten größere Probleme entstehen, bleibt genügend Zeit sich darum zu kümmern. Das OpenLab verfügt über eine gut ausgestattete Werkstatt. Elektronikprobleme lösen wir in unserer E-Ecke. Messgeräte aller Art kommen Fehlern schnell auf die Schliche, so dass hier kein Engpass entstehen wird.

Die vorherigen Workshops haben dem Organisationsteam gezeigt, dass es gute und schlechte Lieferanten gibt. Wir haben es zwar bislang immer geschafft, zum Termin die Teilnehmer mit funktionierenden Bauteilen auszustatten, allerdings halt auch mit Stress beim Organisator.

Dies ist zum Großteil den sehr niedrigen Bausatzpreisen geschuldet. Ein billiges Linearlager kann schon mal ein paar Kugeln verlieren. Eine scharfkantige Welle sollte man vor der Benutzung entgraten. Ein schwaches Netzteil fällt mangels Qualitätsprüfung nicht in China auf, sondern erst im Lab, wenn beide Heizungen in Betrieb sind. Das Thema mit der Bausatzqualität füllt einen eigenen Blogpost aus.

Wir sind deshalb dieses Mal nicht mehr bereit, Kompromisse einzugehen. Dieses Mal wollen wir nicht nur “irgendeinen” Prusa I3 bauen. Dieses Mal soll es der echte, originale Prusa i3 werden. Der wird vom tschechischen Konstrukteur selbst vertrieben. Josef Pruša hat seit ein paar Monaten einen eigenen Shop und vertreibt den i3 als Bausatz oder Fertigprodukt. Adrian konnte bereits Erfahrungen im Aufbau bei einem Kollegen sammeln und hat den Aufbau in Bildern dokumentiert. Hier ein paar Impressionen:

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Die Bauteile sind von sehr hoher Qualität. Selbst die Führungsstangen haben eine Fase ab Werk, alle Kabel haben die richtige Länge und auch alles Andere im Bausatz zeigt, dass Josef Pruša nicht nur auf Umsatz aus ist. Da passt einfach alles zusammen.

Hohe Qualität hat seinen Preis. Deswegen kostet der Workshop

  • für Mitglieder des OpenLab € 600,-
  • für Nichtmitglieder € 650,-

Der Anmeldeschluss ist der 19.04.2016 23:59 Uhr. Spätestens am 22.04. muss die Teilnahmegebühr auf dem Konto des OpenLab eingegangen sein, damit wir die Bausätze rechtzeitig bestellen können. Weitere Details zu Anmeldung gibt’s hier.

Technische Daten des i3:

  • Druckbereich 8000 cm³ (200 x 200 x 200 mm)
  • Integriertes LCD für autonomes Drucken
  • SD Kartenleser (8GB SD-Karte wird mitgeliefert)
  • USB Verbindung zum PC/Notebook
  • Original 1.75mm E3D Vollmetall-Hotend
  • Original MiniRAMBo Druckerelektronik von Ultimachine (1 Extruder, 6
    Endstopps, 3 Thermistoren)
  • unterstützt einfachen mehrfarbigen Druck
  • Schichthöhe ab 0,05 mm
  • beheiztes Druckbett
  • Druckgeschwindigkeit max. 200 mm/s
  • Druckmaterial (u.a.): PLA, ABS, PET, HIPS, Flex PP, Ninjaflex,
    Laywood, Laybrick, Nylon, Bamboofill, Bronzefill, ASA, T-Glase,
    Carbon-fibers enhanced filaments…
  • Stromverbrauch ca. 50 W (PLA) bzw. 90 W (ABS)
  • Abmessungen 42 x 42 x 38 cm, Gewicht 6,5 kg
  • spezielle, optimierte Firmware für leises Drucken

Fertig aufgebaut sieht Euer Drucker dann so aus:

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2 Kommentare

  1. Hallo,

    stehen bereits Zeitraum und Kosten für den nächsten 3D Drucker Workshop fest? Wird der Prusa i3 MK2 verwendet? Bitte um kurze Rückmeldung. Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen

    Rene

    • Stefan Krister 7. Juni 2016 um 08:29

      Hallo Rene,

      fest steht lediglich, dass wir beim Original Prusa i3 bleiben werden. Der MK2 bietet sich ebenso an, wie der Vorgänger. Ich kann mir auch vorstellen, beide Modelle gemischt am selben Workshop zu bauen – die Unterschiede sind handhabbar. Wenn sich genügend Teilnehmer melden, kann ich mir auch einen “Sommerkurs” vorstellen. Ansonsten wäre Herbst ein geeigneter nächster Termin.

      MfG

      Stefan